Firmenwebsite erstellen: Die 8 Seiten, die ein B2B-Unternehmen wirklich braucht
Einem B2B-Unternehmen reichen acht Seiten: Startseite, eine Seite je Leistung (höchstens drei), Referenzen, Über uns, häufige Fragen, Kontakt und die Rechtsseiten. Alles andere, Blog, News, Galerie, gehört nur auf die Website, wenn es jemand wirklich pflegt.
Nicht mehr Seiten, sondern die richtigen acht
Die meisten Firmenwebsites entstehen aus einem von zwei Fehlern: entweder eine einzige lange Seite, die für keine konkrete Suche gefunden wird, oder zwanzig Unterseiten, von denen das Unternehmen selbst nicht weiß, wofür die Hälfte da ist. Im B2B, wo der Besucher ein Entscheider ist, der ein Angebot will, erledigen die folgenden acht Seiten 95 Prozent der Arbeit.
1. Startseite
Ein Satz dazu, was das Unternehmen macht und für wen; Telefonnummer und ein Button im sichtbaren Bereich; drei Belege (Jahre, Kunden, eine Bewertung); und je ein Einstieg zu den Leistungen. Die Startseite erzählt nicht, sie führt.
2. Leistungsseiten (eine bis drei)
Jede Leistung bekommt eine eigene Seite mit eigenem Titel. Hier liefert Google Ihr Unternehmen für die konkrete Suche („Ersatzteile Lkw-Aufbauten Großhandel“). Eine gemeinsame Seite „Unsere Leistungen“ mit Aufzählung kann das nicht.
3. Referenzen
Logos, Zahlen, zwei oder drei kurze Bewertungen mit Name und Firma. B2B-Kunden glauben anonymen Bewertungen nicht. Wenn Sie Google-Bewertungen haben, gehören sie auch auf die Website.
4. Über uns
Wer hinter dem Unternehmen steht, seit wann, und warum. Ein Gesicht, ein Name. Der B2B-Kunde schließt keinen Vertrag mit einer Firma, sondern mit einem Menschen, und diese Seite sieht er sich vor der Entscheidung an.
5. Häufige Fragen
Die zehn Fragen, die am Telefon jeder stellt: Preis, Lieferzeit, Mindestmenge, Versand, Garantie. Zwei Vorteile: Der Kunde bekommt die Antwort vor dem Anruf, und Google sucht genau nach diesen Fragen.
6. Kontakt
Telefon, E-Mail, ein Formular mit drei Feldern, Adresse und Karte, falls es einen Standort gibt. Das Formular soll im Postfach des Unternehmens landen, nicht im System eines Drittanbieters, in das niemand schaut.
7. und 8. Rechtsseiten
Impressum und Datenschutzerklärung; AGB, wenn man auf der Website bestellen oder buchen kann. Nicht für den Besucher, sondern für den Abmahnanwalt, aber Pflicht.
Was nur Platz kostet
Blog, wenn niemand schreibt: Ein „Frohes neues Jahr!“ von 2023 ist das Einzige, was ein Unternehmen zuverlässig alt aussehen lässt. Galerie ohne Zusammenhang. News, wenn es eine im Jahr gibt. Partner-Seite mit acht Logos, von denen drei Firmen nicht mehr existieren. Entweder pflegt das jemand monatlich, oder es gehört nicht auf die Seite.
Wenn Sie dennoch regelmäßig Inhalte liefern wollen, hält ein Wissensbereich (Frage, kurze Antwort, Details) länger als ein Blog: Man sieht ihm das Datum nicht an, und Suchmaschinen wie KI-Suchen zitieren genau solche Frage-Antwort-Seiten.
Wie das in 30 Tagen entsteht
Ein aufgezeichnetes, einstündiges Gespräch Ihrerseits (was das Unternehmen macht, woher die Kunden kommen, worauf Sie stolz sind), danach ist es Sache des Erstellers: Texte, Bilder, Seiten, Einstellungen. Die acht Seiten sind nicht acht, weil so viele in 30 Tage passen, sondern weil sich so viele aus einem Gespräch glaubwürdig schreiben lassen. Für die zwölfte Seite müssten Sie sich noch einmal hinsetzen.
Häufige Fragen
Braucht eine Firmenwebsite einen Blog?
Nur, wenn sicher jeden Monat mindestens ein Beitrag entsteht. Ein letzter Beitrag von 2023 schadet mehr als gar kein Blog. Ein Wissensbereich mit Frage-Antwort-Seiten funktioniert besser, weil man ihm das Alter nicht ansieht.
Wie viele Seiten sollte eine Firmenwebsite haben?
Für B2B 6 bis 10. Darunter gibt es nichts, wonach man suchen könnte, darüber pflegt es niemand.
Was gehört auf die Startseite?
In einem Satz, was das Unternehmen macht und für wen; Telefonnummer oder Button im sichtbaren Bereich; drei Belege (Kunden, Zahlen, Bewertungen); und ein Weg zu jeder wichtigen Unterseite.